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Neuerscheinung Januar 2017

Beate Niemann

Ich lasse das Vergessen nicht zu

Neuerscheinung Januar 2017

STATEMENT GEGEN RECHTSPOPULISTISCHE VERHÖHNUNG
NS-Vergangenheit im familiären und kollektiven Gedächtnis

Erinnern heißt zurückgehen in die Familiengeschichte und in die politische Zeitgeschichte. Beate Niemann benennt eine beidseitige Verkettung im erinnerungskulturellen kollektiven Kontext. Ihr Bestreben ist es, das Vergessen nicht dem Vergessen anheim zu stellen. Niemann schreibt in ihrem Buch "Ich lasse das Vergessen nicht zu“ erstmalig über ihre Mutter. Welches Erbe gab ihre Mutter der dritten und jüngsten Tochter mit auf ihrem Weg und was hat sie daraus gemacht? Niemann sagt: „Ich habe früh entschieden, nicht so werden zu wollen, wie meine Mutter. Mein abwesender Vater war meine Lichtgestalt, wenn meine Mutter mit mir schimpfte: 'Du siehst nicht nur aus wie Dein Vater, Du bist auch wie er', war ich beruhigt, nicht so zu sein wie meine Mutter." Spät in meinem Leben musste ich bitter lernen, dass mein Vater ein überzeugter Nazi-Mörder war, meine Mutter die NS-Täterin an seiner Seite. Da wollte ich nicht mehr so aussehen wie mein Vater."

Niemann hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täterschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent? Ihre Tochter - ehrenamtlich engagiert in der Flüchtlingsnotunterkunft im ehemaligen Rathaus Berlin-Wilmersdorf - und eine Cousine Niemanns enthüllen ihre Sicht auf die innerfamiliären Auswirkungen. Als enge Freunde und politische Wegbegleiter schreiben Marianne Horstkemper sowie Petra Lidschreiber und Yoash Tatari über die Jahre, in denen sie Niemann gut kennengelernt haben.
 

Beate Niemann ist Verfasserin der Biographie über ihren Vater Bruno Sattler: Mein Guter Vater, eine Täterbiographie, Hentrich und Hentrich 2005, 2006, Metropol Verlag 2008.

Sie ist Mitherausgeberin zusammen mit Dr. Martin Jander: Geschichte betrifft uns, Aktuelle Unterrichtsmaterialien: NS-Verbrecher nach 1945. Ein Beispiel: Bruno Sattler; 6. 2012, Bergmoser und Höller Verlag AG;

„NS-Verbrecher – und was wir damit zu tun haben“, Online-Unterrichtseinheit im Rahmen des Aktualitätendienstes, gemeinsam mit Dr. Martin Jander, Cornelsen Schulbuchverlage GmbH

„Warum tust Du das – wann hörst Du endlich auf – nun muss mal langsam Schluss sein“, Niemanns Beitrag in: Beidseits von Auschwitz; Identitäten in Deutschland nach 1945, HG: Müller-Hohagen & Weissberg. Lichtig Verlag Berlin, 2015.



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Lichtig-Verlag, Berlin 2017
ISBN: 978-3-929905-38-0
112 Seiten
EUR 14,90


Neuerscheinung September 2016

Gabriel Berger

Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns

Neuerscheinung September 2016

In dem Buch wird das auf den Zeitraum von 1945 bis 1949 begrenzte Experiment der Ansiedlung von Juden, Überlebenden des Holocaust, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Niederschlesien beschrieben. Für kurze Zeit entstand in der inzwischen von den Deutschen weitgehend verlassenen Region eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt der Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützte Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien war trotz aller Widrigkeiten sehr erfolgreich. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Als Hintergrundinformation zu den Geschehnissen in Polen nach dem Krieg wird in dem Buch auch die antisemitische Stimmung im Vorkriegspolen sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges beleuchtet. Angesichts des von deutschen Besatzern organisierten und vor den Augen der Polen ablaufenden Massenmordes an den Juden, dominierte in der polnischen Bevölkerung die Gleichgültigkeit. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft, besonders bei der Landbevölkerung, Denunziantentum in den Städten und die mehr oder weniger verdeckte Dankbarkeit, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer ausgeliefert zu werden, was sowohl für die Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete.



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Lichtig-Verlag, Berlin 2016
ISBN: 978-3-929905-36-6
200 Seiten
EUR 14,90



Veranstaltung am Freitag, 8. September 2017, 19.30 Uhr

Gespräch und Diskussion
Beate Niemann: Ich lasse das Vergessen nicht zu

Beate Niemann liest aus ihrem Buch "Ich lasse das Vergessen nicht zu."

Niemann hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täterschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent?



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Veranstaltungsort
Morgenstern-Antiquariat und Café
Schützenstraße . 54
12165 Berlin-Steglitz



Veranstaltung am Dienstag, 26. September 2017, 18.00 Uhr

Mode: Die Zerstörung einer Tradition - Die Geschichte des jüdischen Modehauses
Ehrenfried & Cohn

Referent: Uwe Westphal, Autor
Moderation: Holger Schwarting, Kulturhistoriker und Filmproduzent

"Berlin 1936: Kurt Ehrenfried und Simon Cohn haben es geschafft. Den beiden Juden gehört eines der berühmtesten Mode-und Konfektionshäuser am Berliner Hausvogteiplatz. Ehrenfried & Cohn (E&C) stehen auf dem Höhepunkt ihrer Karriere. Doch der Erfolg ist von Angst und NS-Terror umzingelt. Spekulanten und Nazis erpressen gemeinsam den Verkauf von jüdischen Firmen. Die Raffgier „arischer Modegestalter“, ist nicht mehr aufzuhalten. Eine verbrecherische wie mörderische Hetzjagd auf Ehren­fried und Cohn beginnt, die bis nach Paris reicht.

Berlin 1952: Ehrenfried und Cohn schwören auf Rache. Nach dem Krieg wollen sie zurückhaben, was ihnen einst gehörte.

Damenmode: Berlin gleichauf mit Paris
Uwe Westphal zeigt in seinem Vortrag den Aufstieg der Berliner Modehäuser seit dem 19. Jahrhundert und ihre Zerschlagung von den Nationalsozialisten auf. Obgleich die Berliner Mode in den fünfziger Jahren noch einmal versuchte (mit Couturiers wie Detlef Albers, Heinz Schulze-Varell und Gerd Staebe) an die große Zeit anzuknüpfen, blieb Berlin Modeprovinz. Es ist heute kaum noch vorstellbar, dass Berlin auf dem Gebiet der Damenmode einmal mit Paris mithalten konnte.

"Arisierung" der Modegeschäfte
„Ehrenfried & Cohn“ ist kein Bilderbuch der Nostalgie einer großen Zeit. Der kritische Historiker West­phal schildert schonungslos, wie die großen jüdischen Modegeschäfte „arisiert“ wurden. Spannungs­geladen wird aufgedeckt, warum sich die Modeszene bis heute weigert, sich zu den Verbrechen gegen die 2900 Modehäuser und Textilgeschäfte in Berlin und Potsdam zu stellen. "

 


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Veranstaltungsort
Urania „Wilhelm Foerster“ Potsdam e.V
Gutenbergstraße 71/72
14467 Potsdam

Eintritt:
6,00 € / ermässigt: 5,00 €
Um Anmeldung wird gebeten

Veranstaltung am Sonntag, 5. November 2017, 11.00 Uhr

Lesung  und Podiumsgespräch
Beate Niemann: Ich lasse das Vergessen nicht zu

Eine Lesung mit Beate Niemann zu ihrem Buch „Ich lasse das Vergessen nicht zu“ und Herrn Dr. Hans-Christian Jasch, Direktor der Gedenkstätte Haus der Wannsee Konferenz

Niemann hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täterschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent?



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Veranstaltungsort
in der "Gedenkstätte Haus der Wannsee Konferenz"



Veranstaltung am Donnerstag, 6. Januar 2018, 18-19.30 Uhr

Lesung 
Beate Niemann: Ich lasse das Vergessen nicht zu

Eine Lesung mit Beate Niemann zu ihrem Buch „Ich lasse das Vergessen nicht zu“

Niemann hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täterschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent?



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Veranstaltungsort
organisiert vom
Stadtteilbüro Siemensstadt
am Rohrdamm 23
13629 Berlin (U7)

Veranstaltung am Dienstag, 13. März 2018, 19.30 Uhr

Lesung
Gabriel Berger: Umgeben von Hass und Mitgefühl.

Jüdische Autonomie im polnischen Niederschlesien nach 1945. Hintergründe eines gescheiterten Experiments.“ - Lesung und Diskussion mit Gabriel Berger, dem Buchautor ("Umgeben von Hass und Mitgefühl").

Buchvorstellung im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit


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Veranstaltungsort
Gemeindesaal der katholischen Kirchengemeinde Heilige Familie
in Berlin-Prenzlauer-Berg
Wichertstraße 22
10439 Berlin
(Nähe S- und U-Bahnhof Schönhauser Allee)