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Neuerscheinung April 2018

Gabriel Berger

Der Kutscher und der Gestapo-Mann

Berichte jüdischer Augenzeugen der NS-Herrschaft im besetzten Polen in der Region Tarnóws


Neuerscheinung April 2018

Erinnern und Erinnerungspolitik – das sind zwei Seiten einer Medaille, die nicht selten im Widerspruch zu historischen Tatsachen stehen, besonders wenn diese Erinnerungen schmerzlich sind und menschenverachtendes Handeln im Mittelpunkt steht. Gabriel Berger hat sich der herausfordernden Aufgabe gestellt, in polnischen Archiven Zeugenberichte, die unmittelbar nach Kriegsende entstanden sind, zu sichten und ins Deutsche zu übersetzen. So entstand eine ergreifende Dokumentation über die Vernichtung polnischer Juden in der Stadt Tarnów und ihrer Umgebung. Tarnów beherbergte einst die drittgrößte jüdische Gemeinschaft im ostpolnischen Galizien. Der Autor führt in die Berichte der Überlebenden ein und kommentiert sie dort, wo sie ohne Hintergrundwissen für den heutigen Leser unverständlich wären. Die Berichte aus dem besetzten Polen, zeugen von ungeheurer Grausamkeit der deutschen Besatzer, sie zeigen zugleich, dass es auf die Haltung und den persönlichen Einsatz jedes Einzelnen ankam, ob er passiver Zuschauer, Kollaborateur, Mittäter oder Judenretter wurde. Die Vergangenheit wirkt umso mehr nach, je weniger über sie gesprochen werden darf. Umso wichtiger ist es, sich der eigenen familiären und kollektiven Vergangenheit zu stellen und die historischen Fakten einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich zu machen.

Dr. Nikoline Hansen



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Lichtig-Verlag, Berlin 2018
Textlayout: Gabriel Berger
Cover back Text: Dr. Nikoline Hansen
Einbandgestaltung: Veronika Urban
Übersetzungen aus dem Polnischen: Gabriel Berger
Lektorat: Nea Weissberg
Korrektorat: Dr. Nikoline Hansen
Druck und Bindung: Schaltungsdienst Lange OHG
ISBN: 978-3-929905-39-7
174 Seiten
EUR 14,90



Neuerscheinung Mai 2018

Harald Scherdin-Wendlandt

Mutmacher mit Diplom

Vom Volksschüler zum Psychotherapeuten


Neuerscheinung Mai 2018

Harald Scherdin-Wendlandt, Sohn eines polnisch-ukrainischen Zwangsarbeiters, sucht seine Identität sowohl in privater, als auch in beruflicher Hinsicht, indem er in Australien nach seinem Vater sucht und durch seine Ausbildungen in verschiedenen Berufen seinen Weg findet. D.h. er wird schließlich Psychotherapeut und versucht damit andere Suchende zu ermutigen, auch ihren eigenen Weg zu finden.



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Lichtig-Verlag, Berlin 2018

Einbandgestaltung: Veronika Urban
ISBN: 978-3-929905-40-3
133 Seiten
Softcover
EUR 14,90



Neuerscheinung Januar 2017

Beate Niemann

Ich lasse das Vergessen nicht zu

Neuerscheinung Januar 2017

STATEMENT GEGEN RECHTSPOPULISTISCHE VERHÖHNUNG
NS-Vergangenheit im familiären und kollektiven Gedächtnis

Erinnern heißt zurückgehen in die Familiengeschichte und in die politische Zeitgeschichte. Beate Niemann benennt eine beidseitige Verkettung im erinnerungskulturellen kollektiven Kontext. Ihr Bestreben ist es, das Vergessen nicht dem Vergessen anheim zu stellen. Niemann schreibt in ihrem Buch "Ich lasse das Vergessen nicht zu“ erstmalig über ihre Mutter. Welches Erbe gab ihre Mutter der dritten und jüngsten Tochter mit auf ihrem Weg und was hat sie daraus gemacht? Niemann sagt: „Ich habe früh entschieden, nicht so werden zu wollen, wie meine Mutter. Mein abwesender Vater war meine Lichtgestalt, wenn meine Mutter mit mir schimpfte: 'Du siehst nicht nur aus wie Dein Vater, Du bist auch wie er', war ich beruhigt, nicht so zu sein wie meine Mutter." Spät in meinem Leben musste ich bitter lernen, dass mein Vater ein überzeugter Nazi-Mörder war, meine Mutter die NS-Täterin an seiner Seite. Da wollte ich nicht mehr so aussehen wie mein Vater."

Niemann hat das tabuisierte Familiengeheimnis durchbrochen, es öffentlich gemacht, als Zeitzeugin ihrer Eltern arbeitet sie gegen das Vergessen, das Verleugnen, das Verschweigen, das Relativieren. Zeitgeschichte setzt sich fort, nicht nur in historisch nachgewiesenem Material, sondern in Bildern und Klischees, die den Nachkommen verbal oder nonverbal übermittelt wurden. Wie gehen ihre Kinder und Enkel mit dem Erbe um, inwieweit ist die NS-Täterschaft ihrer Großeltern in ihrem Leben präsent? Ihre Tochter - ehrenamtlich engagiert in der Flüchtlingsnotunterkunft im ehemaligen Rathaus Berlin-Wilmersdorf - und eine Cousine Niemanns enthüllen ihre Sicht auf die innerfamiliären Auswirkungen. Als enge Freunde und politische Wegbegleiter schreiben Marianne Horstkemper sowie Petra Lidschreiber und Yoash Tatari über die Jahre, in denen sie Niemann gut kennengelernt haben.
 

Beate Niemann ist Verfasserin der Biographie über ihren Vater Bruno Sattler: Mein Guter Vater, eine Täterbiographie, Hentrich und Hentrich 2005, 2006, Metropol Verlag 2008.

Sie ist Mitherausgeberin zusammen mit Dr. Martin Jander: Geschichte betrifft uns, Aktuelle Unterrichtsmaterialien: NS-Verbrecher nach 1945. Ein Beispiel: Bruno Sattler; 6. 2012, Bergmoser und Höller Verlag AG;

„NS-Verbrecher – und was wir damit zu tun haben“, Online-Unterrichtseinheit im Rahmen des Aktualitätendienstes, gemeinsam mit Dr. Martin Jander, Cornelsen Schulbuchverlage GmbH

„Warum tust Du das – wann hörst Du endlich auf – nun muss mal langsam Schluss sein“, Niemanns Beitrag in: Beidseits von Auschwitz; Identitäten in Deutschland nach 1945, HG: Müller-Hohagen & Weissberg. Lichtig Verlag Berlin, 2015.



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Lichtig-Verlag, Berlin 2017
ISBN: 978-3-929905-38-0
112 Seiten
EUR 14,90


Neuerscheinung September 2016

Gabriel Berger

Umgeben von Hass und Mitgefühl. Jüdische Autonomie in Polen nach der Shoah 1945-1949 und die Hintergründe ihres Scheiterns

Neuerscheinung September 2016

In dem Buch wird das auf den Zeitraum von 1945 bis 1949 begrenzte Experiment der Ansiedlung von Juden, Überlebenden des Holocaust, unmittelbar nach dem Zweiten Weltkrieg in Niederschlesien beschrieben. Für kurze Zeit entstand in der inzwischen von den Deutschen weitgehend verlassenen Region eine „jüdische Republik“ mit eigener Selbstverwaltung, eigenen wirtschaftlichen, kulturellen und sozialen Strukturen und Jiddisch als Alltagssprache. Der von Jakob Egit und seinen Mitstreitern konzipierte „Jiddische Jischuv“ sollte eine Alternative zum zionistischen Projekt der Ansiedlung von Juden in Palästina werden. Das von der neuen kommunistischen Staatsmacht Polens zunächst unterstützte Projekt einer weitgehenden kulturellen, politischen und wirtschaftlichen Autonomie von Juden in Niederschlesien war trotz aller Widrigkeiten sehr erfolgreich. Es scheiterte aber an der durch pogromartige antisemitische Ausschreitungen ausgelösten panikartigen Flucht von Juden aus Polen, an der kommunistischen Gleichschaltung der Gesellschaft, dem antisemitisch aufgeladenen polnischen Nationalismus sowie an der durch Stalin initiierten antisemitischen Welle im gesamten Ostblock. Als Hintergrundinformation zu den Geschehnissen in Polen nach dem Krieg wird in dem Buch auch die antisemitische Stimmung im Vorkriegspolen sowie die Haltung der polnischen katholischen Bevölkerung zu ihren jüdischen Nachbarn während des Krieges beleuchtet. Angesichts des von deutschen Besatzern organisierten und vor den Augen der Polen ablaufenden Massenmordes an den Juden, dominierte in der polnischen Bevölkerung die Gleichgültigkeit. Weit verbreitet war aktive Mittäterschaft, besonders bei der Landbevölkerung, Denunziantentum in den Städten und die mehr oder weniger verdeckte Dankbarkeit, die Deutschen hätten den Polen die Lösung des „jüdischen Problems“ abgenommen. Tausende polnische Judenretter lebten in ständiger Gefahr, von ihren polnischen Nachbarn an deutsche Besatzer ausgeliefert zu werden, was sowohl für die Juden als auch für ihre mitfühlenden Retter den sicheren Tod bedeutete.



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Lichtig-Verlag, Berlin 2016
ISBN: 978-3-929905-36-6
200 Seiten
EUR 14,90



Jahres-Selbsterfahrungs-Psychodramagruppe

mit der Second Generation

von Oktober 2017 - Oktober 2018

Leitung: Nea Weissberg

Die Anmeldung hierzu ist bereits abgeschlossen.

Veranstaltungsort

ist Berlin.


Veranstaltung am Dienstag, 9. Oktober 2018, 19.00 Uhr

Lesung
Gabriel Berger: Der Kutscher und der Gestapo-Mann

Berichte jüdischer Augenzeugen der NS-Herrschaft im besetzten Polen in der Region Tarnów“ Die unmittelbar nach dem Krieg, 1945-46, niedergeschriebenen erschütternden Berichte sind von Gabriel Berger ins Deutsche übersetzt und kommentiert worden.

Moderation: Nea Weissberg

Buchvorstellung im Rahmen der "Woche der Brüderlichkeit


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Veranstaltungsort
Schwartzsche Villa
Grunewaldstraße 55
12165 Berlin

Eintritt frei